Denkmal, Inschriften und europäische Erinnerungskultur
Stauferstele Hohenstaufen und Stauferstelen – vom Stammsitz zum europäischen Denkmalnetz
Die helle, achteckige Stele auf dem Hohenstaufen ist kein mittelalterlicher Burgrest, sondern ein modernes Denkmal von 2002. Diese superausführliche Seite erklärt Gestaltung, Material, Inschriften, Personen, Stifter, alle 39 Standorte sowie Chancen, Kritik und historische Grenzen des europaweiten Projekts.
39 errichtete StauferstelenRedaktion: Familie Mayer
39 StandorteTatsächlich errichtete Stelen nach heutiger Dokumentation.
6 StaatenDeutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Tschechien und Niederlande.
Ein modernes Denkmal an einem mittelalterlichen Geschichtsort
Auf dem Gipfel des Hohenstaufens stehen zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Geschichtszeugnissen nebeneinander. Die freigelegten und gesicherten Grundmauern gehören zur mittelalterlichen Burganlage. Die hohe, helle Stauferstele dagegen ist ein modernes Erinnerungsdenkmal des Jahres 2002. Wer beide Ebenen trennt, kann den Ort besser verstehen: Die Ruine ist ein archäologischer Befund, die Stele eine spätere Deutung und Vermittlung der staufischen Vergangenheit.
Die Stele will in sehr knapper Form eine weit ausgreifende Geschichte sichtbar machen. Sie erinnert an den Berg als Namensort, an die Burg als frühen Herrschaftssitz, an die Staufer als Dynastie, an das Hochmittelalter als historisches Zeitalter und an die vielen Mythen, die sich seit Jahrhunderten um Hohenstaufen und Barbarossa gebildet haben. Gerade weil diese Verdichtung eindrucksvoll ist, darf sie nicht mit einer vollständigen historischen Darstellung verwechselt werden.
Diese Seite betrachtet deshalb nicht nur Form und Inschrift der Hohenstaufen-Stele. Sie fragt auch, wie das europaweite Netzwerk entstand, welche Orte ausgewählt wurden, wie die Denkmäler hergestellt werden, wer sie finanzierte, welche wissenschaftlichen Probleme kurze Steininschriften besitzen und weshalb die Stelen selbst zu Quellen moderner Erinnerungskultur geworden sind.
Grundregel: Die Stauferstele erzählt Geschichte, ist aber selbst erst 2002 entstanden. Alles, was sie auswählt, formuliert und auslässt, gehört zur modernen Erinnerung an die Staufer.
Vom Sterbeort Friedrichs II. zum Stammsitz Hohenstaufen
Die erste Stele bei Castel Fiorentino
Den Ausgangspunkt bildete Castel Fiorentino in Apulien. Dort starb Kaiser Friedrich II. am 13. Dezember 1250. Genau 750 Jahre später wurde am 13. Dezember 2000 die erste Stauferstele eingeweiht. Sie verband den historischen Sterbeort des Kaisers mit einer neuen, wiedererkennbaren Denkmalform: achteckiger Grundriss, mehrere Steinblöcke, Wappen, Inschriften und ein vergoldeter oberer Abschluss.
Der Wunsch nach einem Gegenstück am Herkunftsort
Bei der Einweihung in Süditalien entstand der Wunsch, auch auf dem Hohenstaufen ein entsprechendes Denkmal zu errichten. Dadurch verbanden sich zwei Pole der staufischen Erinnerung: der schwäbische Namens- und Herkunftsort der Dynastie und der süditalienische Sterbeort ihres berühmtesten Kaisers Friedrich II. Bereits rund anderthalb Jahre später stand die zweite Stele auf dem Gipfel des Hohenstaufens.
Die Idee eines ganzen Netzwerks war damit noch nicht vollständig ausgearbeitet. Erst die folgenden Jahre machten aus zwei Einzeldenkmälern ein wiederkehrendes System. Orte in Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Tschechien und den Niederlanden erhielten gleichartig gestaltete Stelen mit jeweils lokal angepassten Wappen und Texten.
Wichtig: Die Hohenstaufen-Stele war die zweite errichtete Stele. Sie wurde aber zum gestalterischen und symbolischen Bezugspunkt für den späteren Ausbau des Netzwerks.
Die Stauferstele auf dem Hohenstaufen im Überblick
1. Juni 2002Tag der feierlichen Einweihung auf dem Gipfel.
Trani-MarmorApulischer Stein als Verbindung zu Süditalien.
Nr. 2Zweite tatsächlich errichtete Stele des Netzwerks.
Die Stele unterscheidet sich bewusst von den späteren Standardausführungen. Sie ist ungefähr zehn Prozent größer und besteht aus apulischem Trani-Marmor. Ihre erhöhte Dimension soll den Hohenstaufen als Namensort der Dynastie hervorheben. Zugleich verweist der süditalienische Stein auf die europäische und mediterrane Ausdehnung staufischer Herrschaft.
Auf vier der acht Seiten befinden sich Wappen und Inschriften. Die Texte nennen ausgewählte Angehörige der Dynastie, ihre Ehepartnerinnen und zentrale Herrschaftsräume. Eine weitere Seite trägt den deutsch-italienischen Leitsatz über Berg, Burg, Dynastie, Zeitalter und Mythos. Die verbleibenden Flächen schaffen Abstand und lassen die einzelnen Textseiten als eigenständige Ansichten wirken.
Das Denkmal steht nicht an einem beliebigen Platz. Es befindet sich im Bereich der ehemaligen Burg auf dem Gipfel und tritt dadurch in unmittelbare Beziehung zu den Mauerresten, zur Aussicht und zur Landschaft. Die Stele ist zugleich Orientierungspunkt, Treffpunkt für Führungen und weithin sichtbares Zeichen der modernen Staufervermittlung.
Standort auf dem Gipfel: Wirkung zwischen Ruine und Landschaft
Der Hohenstaufen ist ein 684 Meter hoher Zeugenberg. Seine exponierte Lage schafft einen besonderen Denkmalraum: Die Stele steht nicht vor einer geschlossenen Museumsfassade, sondern in einer offenen Landschaft, in der Wind, Licht, Wolken, Vegetation und Fernsicht ihre Wirkung ständig verändern. Der helle Stein hebt sich von Wiesen, Bäumen und den dunkleren Mauerresten ab.
Der Standort stärkt die symbolische Botschaft. Besucher stehen dort, wo die Stammburg der Staufer über Jahrhunderte lokalisiert und erinnert wurde. Gleichzeitig reicht der Blick weit über das Albvorland. So entsteht leicht der Eindruck, die Stele markiere das Zentrum eines großen Herrschaftsraums. Historisch muss man vorsichtig bleiben: Die Staufer regierten das Reich nicht dauerhaft vom Hohenstaufen aus. Mittelalterliche Herrschaft war reisend und auf viele Pfalzen, Burgen, Bischofssitze, Städte und persönliche Netzwerke verteilt.
Aus konservatorischer Sicht ist der Gipfel anspruchsvoll. Frost, Niederschlag, Temperaturschwankungen, Flechten, Schmutz und intensive Nutzung wirken auf Stein und Umfeld. Auch die archäologischen Mauerreste und die Vegetation benötigen Pflege. Die Stele steht somit in einem Ensemble, in dem Naturraum, Bodendenkmal, Besucherverkehr und moderne Erinnerung aufeinander abgestimmt werden müssen.
Einweihung am 1. Juni 2002 und ihre Anlässe
Die Einweihung fand am 1. Juni 2002 statt. Die städtische Darstellung verbindet die Errichtung mit dem Jubiläum „25 Jahre Straße der Staufer“. Die Projektdokumentation hebt zusätzlich den 750. Geburtstag Konradins hervor. Beide Anlässe zeigen, wie Denkmäler häufig entstehen: Nicht ein einzelner historischer Befund erzwingt ihre Aufstellung, sondern Jubiläen, Initiativen, Stifter, kommunale Zustimmung und der Wunsch nach öffentlicher Vermittlung treffen zusammen.
Als Stifter werden Manfred Hartmann, Gerhard Raff, Johann Heinrich von Stein und Erwin Sulzberger genannt. Die Widmung erinnert an König Konradin. Die Beteiligten verbanden lokale Staufertradition, historische Publizistik, Mäzenatentum und eine europäisch gedachte Erinnerungsinitiative.
Das Jubiläum der Straße der Staufer war besonders passend, weil der Hohenstaufen als Mittelpunkt dieser Kulturroute verstanden wird. Die Route verknüpft Bauwerke, Orte und Landschaften, die mit der staufischen Zeit oder späterer Staufererinnerung verbunden sind. Die Stele ergänzte dieses bereits vorhandene touristische und kulturgeschichtliche Netzwerk um ein weithin wiedererkennbares Zeichen.
Konradin: Erinnerungsfigur und Ende einer Dynastie
Konradin wurde am 25. März 1252 geboren und 1268 in Neapel hingerichtet. Er galt als letzter legitimer männlicher Erbe der staufischen Dynastie. Sein früher Tod wurde schon in späteren Jahrhunderten zu einem besonders emotionalen Motiv: Jugend, verlorenes Erbe, politischer Kampf, Niederlage und Hinrichtung ließen sich zu einer tragischen Erzählung verbinden.
Die Hohenstaufen-Stele wurde 2002 im Jahr seines 750. Geburtstags eingeweiht. Damit richtete sich der Blick nicht nur auf den Beginn der Dynastie am schwäbischen Berg, sondern auch auf ihr gewaltsames Ende in Süditalien. Die Erinnerung an Konradin schlägt eine geografische Brücke vom Hohenstaufen nach Neapel und verdeutlicht, wie weit sich die politischen Räume der Familie vom schwäbischen Ausgangspunkt entfernt hatten.
Historisch darf „letzter Staufer“ nicht bedeuten, dass 1268 sämtliche verwandtschaftlichen Linien, weiblichen Nachkommen und politischen Nachwirkungen verschwanden. Der Ausdruck bezieht sich meist auf den letzten legitimen männlichen dynastischen Erben im engeren Sinn. Über Frauen, Seitenlinien, Erbansprüche und Erinnerung blieb die staufische Geschichte weit darüber hinaus wirksam.
Oktogonale Gestaltung: Form, Symbol und Missverständnisse
Das Achteck als Leitform
Alle Stauferstelen besitzen einen achteckigen Körper. Das Projekt verweist besonders auf das Castel del Monte in Apulien, das Friedrich II. errichten ließ und dessen Architektur konsequent vom Oktogon geprägt ist. Auch die Reichskrone wird mit einer achteckigen Form verbunden. Die Stele übersetzt diese Motive in eine moderne, abstrakte Säule.
Keine Rekonstruktion mittelalterlicher Architektur
Das Achteck darf nicht als allgemeiner Bauplan staufischer Burgen missverstanden werden. Der Hohenstaufen selbst war keine achteckige Burg. Auch die Stele rekonstruiert weder einen mittelalterlichen Turm noch eine Säule aus einer Pfalz. Sie schafft ein neues Erkennungszeichen, das verschiedene historische Anspielungen zusammenführt.
Vier beschriftete und vier ruhige Seiten
Die Texte verteilen sich auf vier der acht Flächen. Über ihnen sind Wappen eingemeißelt. Durch den Wechsel zwischen beschrifteten und unbeschrifteten Seiten lässt sich das Denkmal umrunden. Geschichte erscheint nicht auf einer einzigen Vorderseite, sondern in mehreren Ansichten. Diese Gestaltung zwingt den Betrachter zur Bewegung und macht den Standort selbst zum Teil der Wahrnehmung.
Gestalterische Deutung: Das Oktogon ist ein modernes Symbolprogramm. Es erinnert an ausgewählte staufische Architektur, ohne einen konkreten mittelalterlichen Gegenstand nachzubilden.
Stein, Maße, Gewicht und die Sonderstellung des Hohenstaufens
Die üblichen Stauferstelen bestehen aus einer quadratischen Basisplatte und drei achteckigen Trommeln. Bei der Standardausführung misst die Basis ungefähr 100 mal 100 Zentimeter und ist 25 Zentimeter hoch. Schaft-, Mittel- und Kronentrommel ergeben zusammen mit schmalen Distanzringen eine Gesamthöhe von ungefähr 2,75 Metern einschließlich Basis. Das Gewicht liegt bei etwa 4,5 Tonnen.
Die Hohenstaufen-Stele ist rund zehn Prozent größer. Die Projektdokumentation gibt für sie ungefähr drei Meter Gesamthöhe an; der achteckige Körper oberhalb der Basis erreicht etwa 2,75 Meter. Ihre Breite zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen beträgt ungefähr 88 Zentimeter. Diese unterschiedlichen Bezugspunkte erklären, weshalb in Darstellungen sowohl 2,75 als auch drei Meter auftauchen können, ohne dass zwingend ein Widerspruch vorliegt.
Auch das Material ist besonders. Während die Mehrzahl der Stelen aus rahmweiß gebändertem Jura-Travertin aus Pappenheim besteht, wurde die Hohenstaufen-Stele aus apulischem Trani-Marmor geschaffen. Die Wahl verbindet den schwäbischen Gipfel mit Süditalien. Hagenau und Trifels bilden weitere Ausnahmen, da ihre Stelen aus rotem Vogesensandstein bestehen.
Merkmal
Übliche Stele
Hohenstaufen
Gesamthöhe
etwa 2,75 m einschließlich Basis
etwa 3,00 m einschließlich Basis
Breite des Oktogons
etwa 80 cm
etwa 88 cm
Material
meist Jura-Travertin
Trani-Marmor aus Apulien
Symbolische Funktion
Einheit des Netzwerks
Hervorhebung des Namens- und Stammsitzes
Vom Steinbruch bis zur Montage
Die ausführlich dokumentierte Herstellung einer Standardstele zeigt einen aufwendigen Arbeitsprozess. Geeignete Werksteinblöcke werden im Steinbruch ausgewählt, zugeschnitten und vorgefertigt. Die quadratische Basis und die drei achteckigen Trommeln entstehen als massive Einzelteile. Vor der weiteren Bearbeitung muss der Stein trocknen.
In der Werkstatt überträgt der Bildhauer Entwurf, Wappen und Texte auf die Flächen. Die Buchstaben orientieren sich an einer römischen Capitalis. Sie werden nicht maschinell als aufgeklebte Schilder angebracht, sondern in den Stein gearbeitet. Vertiefungen, Naturporen und fossile Einschlüsse des Gesteins bleiben teilweise sichtbar; an Schriftstellen können störende Löcher geschlossen werden.
Am Standort benötigt das Denkmal ein tragfähiges Fundament. Ein Kran setzt Basis und Trommeln millimetergenau aufeinander. Distanzringe trennen die Blöcke optisch. Das erhebliche Gewicht sorgt für Standfestigkeit, verlangt aber sorgfältige Gründung und Montage. Je nach Erdbebenrisiko, Standort oder geplanter Versetzbarkeit wurden bei einzelnen Stelen zusätzliche Verankerungs- oder Verdübelungssysteme eingesetzt.
Die Herstellung zeigt, weshalb eine in Stein gemeißelte Aussage besondere Verantwortung verlangt. Ein Druckfehler auf Papier lässt sich in einer Neuauflage korrigieren. Eine mehrere Millimeter tief eingearbeitete Inschrift auf einem tonnenschweren Denkmal kann nur mit großem Aufwand geändert werden.
Wie man die Inschriften richtig liest
Steleninschriften müssen extrem kürzen. Jahreszahlen, Namen und wenige Verben ersetzen lange historische Zusammenhänge. Dadurch wirken Aussagen eindeutig, obwohl Forschung oft Wahrscheinlichkeiten, unterschiedliche Datierungen und konkurrierende Deutungen kennt. Eine gute Lektüre fragt deshalb immer: Was wird behauptet? Auf welche Quelle könnte sich die Aussage stützen? Welche Einschränkung fehlt?
Auf der Hohenstaufen-Stele wechseln genealogische Nennungen, Wappen und der programmatische Leitsatz. Die Personennamen sind nicht als vollständiger Stammbaum angeordnet. Vielmehr wird eine Auswahl bekannter Herrscher, Ehepartnerinnen und Nachfolger präsentiert. Manche Personen erscheinen wegen ihrer besonderen Verbindung zum Ort oder zur Erinnerungskultur, andere zentrale Angehörige der Dynastie fehlen aus Platzgründen.
Die Schrift wirkt feierlich und dauerhaft. Genau diese Monumentalität kann den Eindruck wissenschaftlicher Gewissheit erzeugen. Historisch Verantwortliche sollten deshalb zwischen Inschrift und Forschungsstand unterscheiden. Die Stele ist ein Einstieg, kein Schlusswort.
Wappen, Löwen und Adler als verdichtete Herrschaftssymbole
Über den Textfeldern stehen eingemeißelte Wappen. Sie ordnen Personen und Herrschaftsräume visuell zu. Der Reichsadler verweist auf Königtum und Kaisertum, die staufischen Löwen auf die dynastische und schwäbische Tradition. Weitere Wappen können regionale, familiäre oder territoriale Beziehungen markieren.
Mittelalterliche Heraldik entwickelte sich im 12. und 13. Jahrhundert. Nicht jedes heute geläufige Wappen lässt sich für jede dargestellte Person in genau derselben Form nachweisen. Denkmäler verwenden häufig später verfestigte heraldische Zeichen, um komplizierte historische Zugehörigkeiten verständlich zu machen. Auch hier handelt es sich um eine visuelle Übersetzung, nicht um ein fotografisch genaues Abbild mittelalterlicher Kennzeichnung.
Die Kombination aus Wappen und Namen wirkt wie ein steinerner Stammbaum. Sie betont dynastische Kontinuität, während Konflikte, Nebenlinien, weibliche Erbwege, konkurrierende Herrschaftsträger und institutionelle Partner weniger sichtbar werden. Deshalb sollte die Wappenfolge durch ausführlichere Darstellungen zur Familie ergänzt werden.
„Ein Berg – eine Burg – eine Dynastie – ein Zeitalter – ein Mythos“
Der bekannteste Text der Hohenstaufen-Stele lautet auf Deutsch und Italienisch: „Hohenstaufen – ein Berg – eine Burg – eine Dynastie – ein Zeitalter – ein Mythos“. Die fünf Begriffe bilden eine Steigerung. Sie beginnen mit einem konkreten Landschaftskörper, führen über die Burg und die Herrscherfamilie zu einer ganzen Epoche und enden bei der späteren Mythenbildung.
Ein Berg
Der Hohenstaufen ist ein geologischer Zeugenberg. Seine Entstehung reicht Millionen Jahre vor die menschliche Geschichte zurück. Er ist nicht deshalb bedeutend, weil die Staufer ihn erschufen, sondern weil seine Lage später für Burgbau und Erinnerung geeignet war.
Eine Burg
Die Burg war ein realer Herrschafts-, Wohn-, Verwaltungs- und Repräsentationsort. Ihre heutigen Grundmauern sind archäologische Zeugnisse, jedoch keine vollständig erhaltene Kaiserresidenz.
Eine Dynastie
Die Staufer waren ein weit verzweigtes Adels- und Herrschergeschlecht. Ihr Aufstieg beruhte auf Besitz, Eheverbindungen, Ämtern, Gefolgschaften, Kirchenpolitik und Königswahlen.
Ein Zeitalter
Der Ausdruck erweitert die Perspektive auf das Hochmittelalter. Er ist wirkungsvoll, darf aber nicht suggerieren, eine einzige Familie habe das gesamte Zeitalter allein geprägt.
Ein Mythos
Seit Humanismus, Romantik, Nationalbewegung und moderner Tourismus wurden die Staufer immer wieder neu gedeutet. Barbarossa, Konradin und der Stammsitz wurden zu Projektionsflächen. Die Stele benennt diese Mythenbildung ungewöhnlich offen.
Welche Personen die Hohenstaufen-Stele auswählt
Auf der Stele erscheinen unter anderem Konrad III., Gertrud von Sulzbach, Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI., Konstanze von Sizilien, Philipp von Schwaben und Irene-Maria von Byzanz. Auf einer gegenüberliegenden Seite wird die Folge fortgesetzt. Die Auswahl verbindet Könige und Kaiser mit Ehepartnerinnen, über die politische Bündnisse, Erbansprüche und Herrschaftsräume vermittelt wurden.
Konrad III. war der erste staufische König. Barbarossa wurde zur bekanntesten Herrscherfigur der Familie. Heinrich VI. verband durch seine Ehe mit Konstanze die staufische Politik mit dem Königreich Sizilien. Philipp von Schwaben kämpfte im deutschen Thronstreit und wurde 1208 ermordet. Irene von Byzanz starb nach dieser Katastrophe auf dem Hohenstaufen und wurde im Kloster Lorch bestattet.
Eine solche Auswahl kann nie vollständig sein. Friedrich II., Konrad IV., Manfred und Konradin gehören ebenso zur Geschichte wie viele Töchter, Schwestern, Seitenlinien, Ministeriale, geistliche Verbündete und Gegner. Die Stele setzt Akzente, während eine ausführliche Dynastiegeschichte die Beziehungen und Brüche erklären muss.
Wie aus zwei Denkmälern ein europäisches Netzwerk wurde
Nach Castel Fiorentino und Hohenstaufen wurde die Denkmalform an weiteren Orten übernommen. Die Stelen sollten lokale Ereignisse in einen größeren staufischen Zusammenhang stellen. Jede Stele erhielt eine ähnliche Grundform, aber eigene Wappen und Inschriften. So entstand ein serielles Denkmal: Wiedererkennbarkeit durch Form, Individualität durch Ort und Text.
Das Komitee der Stauferfreunde wirkte bei Konzeption, Vermittlung und Ausbau mit. Die Stadt Göppingen beschreibt, dass aus der zweiten Stele am Hohenstaufen die Idee weiterer Denkmäler an bedeutenden Stätten staufischer Vergangenheit entstand. Spender und Sponsoren ermöglichten die Finanzierung. Kommunen, Denkmalbehörden, Eigentümer und lokale Initiativen mussten Standorte und Aufstellung mittragen.
Das Netzwerk ist nicht mit einer staatlich vollständig geplanten Kulturroute gleichzusetzen. Es entstand durch private Initiative, Mäzenatentum, lokale Interessen und unterschiedliche Entscheidungsprozesse. Gerade diese Entstehung erklärt sowohl die beeindruckende Reichweite als auch die ungleichmäßige geografische Verteilung und die unterschiedlichen wissenschaftlichen Standards einzelner Inschriften.
Ausbauphasen von 2000 bis 2022
2000–2007: Anfang
Castel Fiorentino, Hohenstaufen, Hagenau und Waiblingen etablierten Form, europäische Ausrichtung und dynastische Leitidee.
2008–2010: Verdichtung
Lorch, Trifels, Adelberg, Klosterneuburg, Bari, Bad Wimpfen, Weinsberg und Rothenburg erweiterten das Netz um Klöster, Pfalzen, Burgen und Städte.
2011–2015: stärkstes Wachstum
In Südwestdeutschland entstanden zahlreiche neue Stelen. Das Netzwerk wurde sichtbar, zugleich wuchs die Kritik an Auswahl und Inschriften.
2016–2018: internationale Ergänzung
Esslingen, Güglingen, Ettlingen, Nijmegen, Speyer, Syrakus und Reutlingen schlossen die Hauptphase ab.
2022: Selm
Selm beziehungsweise Cappenberg wurde als 39. tatsächlich aufgestellte Stele gezählt und erweiterte das Netz nach Nordrhein-Westfalen.
Nicht jede Planung wurde Realität
Vorgesehene oder bereits vorbereitete Stelen dürfen erst dann mitgezählt werden, wenn sie öffentlich aufgestellt und eingeweiht sind.
Die zeitliche Zählung ist nicht völlig unkompliziert. Eine für Foggia vorbereitete Stele wurde nach der verfügbaren Projektdokumentation bislang nicht öffentlich aufgestellt. Deshalb zählt Selm als 39. errichtete Stele, obwohl die Werkstattzählung durch die vorbereitete Foggia-Stele abweichen kann. Für Besucher ist die Zahl der tatsächlich zugänglichen Denkmäler entscheidend.
Alle 39 tatsächlich errichteten Stauferstelen
Die folgende Tabelle führt die gegenwärtig dokumentierten, tatsächlich aufgestellten Stelen in ihrer Einweihungsfolge auf. Die historischen Anlässe sind bewusst knapp formuliert. Sie geben den jeweiligen Erinnerungsfokus wieder und ersetzen keine Prüfung der einzelnen Inschrift.
Nr.
Jahr
Standort
Staat
Erinnerungsschwerpunkt
1
2000
Castel Fiorentino
Italien
Sterbeort Kaiser Friedrichs II. im Jahr 1250
2
2002
Hohenstaufen
Deutschland
Namensgebender Stammsitz der Staufer
3
2006
Hagenau
Frankreich
Staufische Pfalz im Elsass
4
2007
Waiblingen
Deutschland
Erinnerung an den Namen der Ghibellinen
5
2008
Kloster Lorch
Deutschland
Staufische Grablege und Irene von Byzanz
6
2008
Trifels
Deutschland
Reichsburg und Aufbewahrung der Reichskleinodien
7
2008
Kloster Adelberg
Deutschland
Barbarossa und die Altarweihe von 1188
8
2009
Klosterneuburg
Österreich
Agnes von Waiblingen und die Babenberger
9
2009
Bari
Italien
Staufischer Ausbau des Kastells
10
2009
Bad Wimpfen
Deutschland
Staufische Königspfalz
11
2009
Weinsberg
Deutschland
Schlacht von 1140 und Weibertreu-Überlieferung
12
2010
Rothenburg ob der Tauber
Deutschland
Reichsburg und Konrad III.
13
2011
Besigheim
Deutschland
Urkundlicher Bezug zu Barbarossa
14
2012
Schwäbisch Gmünd
Deutschland
Frühe staufische Stadtentwicklung
15
2012
Markgröningen
Deutschland
Hartmann von Grüningen und der Thronkampf
16
2012
Burg Niederhaus
Deutschland
Friedrich von Hürnheim und Konradin
17
2012
Göppingen
Deutschland
Barbarossa-Urkunde „apud Geppingen“
18
2012
Ellwangen
Deutschland
Abt Kuno I. und Friedrich II.
19
2012
Kloster Maulbronn
Deutschland
Schutz durch Barbarossa
20
2012
Justingen
Deutschland
Anselm von Justingen und Friedrich II.
21
2013
Cheb / Eger
Tschechien
Goldene Bulle von Eger 1213
22
2013
Bad Boll
Deutschland
Berta von Boll und die Propstei
23
2013
Dinkelsbühl
Deutschland
Staufische Stadtentwicklung
24
2014
Heilbronn
Deutschland
Heinrich (VII.) und städtische Rechte
25
2014
Hohenneuffen
Deutschland
Heinrich von Neuffen und Friedrich II.
26
2014
Wäscherburg
Deutschland
Staufische Dienstmannenburg
27
2014
Bopfingen
Deutschland
Schlacht bei Flochberg
28
2014
Baden-Baden
Deutschland
Markgrafen von Baden und Staufer
29
2015
Kloster Denkendorf
Deutschland
Schutz durch Konrad III. und Barbarossa
30
2015
Bamberg
Deutschland
Konrad III. und Philipp von Schwaben
31
2015
Königstein im Taunus
Deutschland
Kuno von Münzenberg und Burg Königstein
32
2016
Esslingen am Neckar
Deutschland
Friedrich II. und die Pfarrkirche
33
2017
Güglingen
Deutschland
Ersterwähnung in einem Vertrag von 1188
34
2017
Ettlingen
Deutschland
Staufische Stadtentwicklung
35
2018
Nijmegen
Niederlande
Geburtsort Heinrichs VI.
36
2018
Speyer
Deutschland
Grablegen und zahlreiche Hoftage
37
2018
Syrakus
Italien
Castello Maniace Friedrichs II.
38
2018
Reutlingen
Deutschland
Belagerung im Jahr 1247
39
2022
Selm / Cappenberg
Deutschland
Otto von Cappenberg als Taufpate Barbarossas
Zählhinweis: Planungen, Wunschstandorte oder eine fertiggestellte, aber nicht öffentlich aufgestellte Stele werden in dieser Tabelle nicht als errichteter Standort gezählt.
Geografische Verteilung: ein europäischer Anspruch mit südwestdeutschem Schwerpunkt
Von den 39 errichteten Stelen stehen 32 in Deutschland. Davon befinden sich 24 in Baden-Württemberg. Hinzu kommen drei Standorte in Italien sowie je einer in Frankreich, Österreich, Tschechien und den Niederlanden. Das Netzwerk umfasst damit sechs Staaten, ist aber räumlich stark auf Südwestdeutschland konzentriert.
Diese Konzentration ist nachvollziehbar, weil Initiative, Stifterkreise und viele frühe staufische Besitz- und Erinnerungsorte in Baden-Württemberg lagen. Sie bildet die historische Reichweite der Dynastie jedoch nur unvollständig ab. Staufische Politik spielte sich ebenso in Rheinland, Franken, Burgund, Nord- und Süditalien, Sizilien und im östlichen Mittelmeerraum ab.
Eine Karte der Stelen ist daher keine Karte des staufischen Reiches. Sie zeigt vielmehr, wo im 21. Jahrhundert lokale Akteure ein solches Denkmal verwirklichten. Fehlende Stelen bedeuten nicht fehlende historische Bedeutung; eine vorhandene Stele beweist umgekehrt nicht automatisch, dass der Ort zu den wichtigsten Zentren der Dynastie gehörte.
Staat
Anzahl
Bemerkung
Deutschland
32
Deutlicher Schwerpunkt in Baden-Württemberg und Süddeutschland
Italien
3
Castel Fiorentino, Bari und Syrakus
Frankreich
1
Hagenau im Elsass
Österreich
1
Klosterneuburg
Tschechien
1
Cheb / Eger
Niederlande
1
Nijmegen
Stauferstelen im engeren Stauferland
Rund um Hohenstaufen, Rems und Fils ist das Netzwerk besonders dicht. Der Gipfel des Hohenstaufens bildet den symbolischen Mittelpunkt. Kloster Lorch erinnert an die staufische Grablege, Kloster Adelberg an Barbarossas Schutz und die Altarweihe, die Wäscherburg an eine staufische Dienstmannenburg, Schwäbisch Gmünd an frühe Stadtentwicklung und Göppingen an eine Urkunde Barbarossas.
Weitere nahe Standorte wie Bad Boll erweitern das Bild um lokale Adels- und Stiftungsüberlieferungen. Diese Dichte bietet Besuchern die Möglichkeit, mehrere Denkmäler mit Burgen, Klöstern, Kirchen und Landschaften zu verbinden. Sie birgt zugleich die Gefahr, den regionalen Kernraum mit dem gesamten Wirkungsraum der Staufer gleichzusetzen.
Hohenstaufen
Namensort, Stammburg und größte Sonderausführung des Netzwerks.
Kloster Lorch
Staufische Grablege und Erinnerung an Irene von Byzanz.
Kloster Adelberg
Klostergründung, Barbarossas Schutz und Altarweihe 1188.
Wäscherburg
Dienstmannenburg in Sichtweite des Hohenstaufens.
Schwäbisch Gmünd
Stadtgeschichte und Johanniskirche als staufische Bau- und Erinnerungsorte.
Göppingen
Lokaler Urkundenbezug und moderne Selbstbezeichnung als Hohenstaufenstadt.
Europäische Schlüsselorte des Netzwerks
Castel Fiorentino
Der Sterbeort Friedrichs II. eröffnete das Projekt. Die Stele verbindet ein abgelegenes Ruinenareal in Apulien mit dem Ende des staufischen Kaisertums und mit dem Beginn der modernen Denkmalserie.
Hagenau
Die elsässische Pfalz war ein wichtiger Aufenthaltsort staufischer Herrscher. Der rote Vogesensandstein unterscheidet die Stele sichtbar von den hellen Standardausführungen.
Klosterneuburg
Der österreichische Standort erinnert an Agnes von Waiblingen und ihre Verbindung mit den Babenbergern. Er verdeutlicht die Bedeutung weiblicher Heirats- und Verwandtschaftsbeziehungen.
Cheb / Eger
Die Burg und die Urkunde von 1213 verweisen auf die Reichspolitik Friedrichs II. nördlich der Alpen und auf die staufische Präsenz im heutigen Tschechien.
Nijmegen
Die niederländische Stele erinnert an die Pfalz, in der Heinrich VI. 1165 geboren wurde. Sie erweitert den Blick an den Niederrhein und in die heutigen Niederlande.
Bari und Syrakus
Die süditalienischen Standorte zeigen Friedrich II. als Herrscher und Bauherrn im Königreich Sizilien. Sie machen deutlich, dass die Geschichte der Staufer nicht auf Schwaben reduziert werden kann.
Welche Geschichte erzählen die Stelen – und welche weniger?
Die Stelen bevorzugen Orte, Personen und Ereignisse, die sich in wenigen Zeilen darstellen lassen: Geburts- und Sterbeorte, Burg- und Stadtgründungen, Urkunden, Hoftage, Klosterstiftungen, Schlachten, Ehen und Grablegen. Wappen und Jahreszahlen geben diesen Erzählungen eine klare Struktur.
Weniger leicht darstellbar sind langfristige Prozesse. Dazu gehören bäuerliche Arbeit, Verwaltung, Steuererhebung, jüdisches Leben, Frauen jenseits dynastischer Ehen, Konflikte innerhalb von Städten, Umweltbedingungen, Handelsnetze oder die Perspektiven der vom Krieg betroffenen Bevölkerung. Auch Gegner der Staufer erscheinen meist nur, soweit sie den dynastischen Verlauf erklären.
Das Netzwerk erzählt daher vor allem eine politische und dynastische Geschichte. Es kann Interesse wecken und Orte verbinden, sollte aber durch Sozial-, Wirtschafts-, Kirchen-, Kultur- und Alltagsgeschichte ergänzt werden. Eine moderne Vermittlung darf nicht nur Könige und Kaiser sichtbar machen, sondern muss auch die Gesellschaft erklären, die ihre Herrschaft trug, aushandelte oder bekämpfte.
Komitee, Stifter, Kommunen und Bildhauer Markus Wolf
Das Komitee der Stauferfreunde
Das Komitee koordinierte über viele Jahre Standorte, Stifter und Inschriften. Historiker und geschichtsinteressierte Persönlichkeiten wirkten an der Auswahl mit. Das Komitee war keine staatliche Denkmalbehörde und kein universitäres Forschungsinstitut, sondern eine private Initiative mit großem organisatorischem und publizistischem Einfluss.
Stifter und Sponsoren
Die Stelen wurden durch private oder institutionelle Stifter finanziert. Auf den Sockeln werden Namen und Widmungen festgehalten. Mäzenatentum machte die schnelle Ausbreitung möglich, beeinflusste aber auch, an welchen Orten Projekte realisierbar waren. Historische Bedeutung allein genügte nicht; es brauchte Finanzierung, Zustimmung und lokale Umsetzung.
Markus Wolf
Der Steinbildhauer Markus Wolf aus Stuttgart-Plieningen schuf die gemeinsame Form und fertigte die Denkmäler. Seine Arbeit verbindet Entwurf, Heraldik, Schriftgestaltung, Materialkenntnis und technische Montage. Die gleichartige Handschrift sorgt dafür, dass eine Stele in Apulien, Schwaben oder den Niederlanden als Teil desselben Projekts erkennbar bleibt.
Kommunen und Eigentümer
Ein Denkmal benötigt Standortrecht, Fundament, Zugänglichkeit und langfristige Pflege. Städte, Gemeinden, kirchliche Träger, Burgenverwaltungen und Denkmalbehörden spielen deshalb eine wichtige Rolle. Die fertige Stele wird Teil eines realen öffentlichen oder halböffentlichen Raums, der andere Nutzungen und Schutzinteressen besitzt.
Die Stele als Denkmal – und als Quelle moderner Erinnerungskultur
Für die Geschichte des 12. oder 13. Jahrhunderts ist die Stele keine zeitgenössische Quelle. Sie wurde Jahrhunderte später geschaffen. Wer wissen möchte, was Barbarossa an einem Ort tat, muss Urkunden, Chroniken, archäologische Befunde und wissenschaftliche Forschung untersuchen.
Für die Geschichte des frühen 21. Jahrhunderts ist die Stele dagegen eine aussagekräftige Quelle. Sie zeigt, welche Personen und Ereignisse als erinnerungswürdig galten, wie europäische Geschichte regional vermittelt wurde, welche Symbole gewählt wurden und welche Rolle private Stifter spielten. Auch Debatten über Fehler, Standorte und Vandalismus gehören zur Wirkungsgeschichte des Projekts.
Diese doppelte Perspektive ist besonders fruchtbar. Man kann die Inschrift zunächst als Behauptung lesen, anschließend den mittelalterlichen Sachverhalt prüfen und schließlich fragen, weshalb gerade diese Formulierung im 21. Jahrhundert in Stein gesetzt wurde. So wird aus einem kurzen Denkmaltext ein Ausgangspunkt für Quellenkritik.
Historische Genauigkeit, Standortkritik und dokumentierte Errata
Das Problem der steinernen Kürze
Je kürzer ein Text, desto stärker muss er vereinfachen. Begriffe wie „gegründet“, „erbaut“, „stiftete“ oder „war Besitzer“ können komplexe und umstrittene Vorgänge zu eindeutig erscheinen lassen. Datierungen mittelalterlicher Bauten sind häufig nur ungefähr möglich. Urkunden belegen manchmal eine Person an einem Ort, aber nicht die Gründung einer ganzen Stadt oder Burg.
Dokumentierte Fehler und Irreführungen
Eine kritische Errata-Dokumentation weist bei zahlreichen Stelen auf ungenaue oder falsche Aussagen hin. Die Kritik richtet sich nicht gegen das Erinnern an sich, sondern gegen den Anspruch, dauerhafte Inschriften müssten besonders sorgfältig geprüft werden. Manche Fehler konnten nachgearbeitet werden; andere bleiben als Teil der Denkmalgeschichte sichtbar.
Ungleichmäßige Verteilung
Ein weiterer Kritikpunkt ist die starke Konzentration in Baden-Württemberg und angrenzenden Regionen. Bedeutende Orte der staufischen Reichspolitik in Italien und anderen Teilen Europas fehlen, während einige lokale Bezüge vergleichsweise schwach sind. Das Netzwerk bildet daher eher die Reichweite seiner Initiatoren und Stifter als eine wissenschaftlich gewichtete Rangliste aller Stauferorte ab.
Kritik als Teil guter Vermittlung
Eine verantwortungsvolle Seite verschweigt diese Probleme nicht. Sie würdigt künstlerische Leistung und öffentliches Engagement, ohne jede Inschrift für unfehlbar zu erklären. Gerade am Hohenstaufen kann die Stele dazu anregen, zwischen Denkmalbotschaft, lokaler Tradition und wissenschaftlichem Forschungsstand zu unterscheiden.
Quellenkritischer Merksatz: In Stein gemeißelt bedeutet dauerhaft – nicht automatisch zweifelsfrei.
Stauferbilder zwischen Wissenschaft, Heimat und Europa
Die Staufer wurden nach ihrem Untergang immer wieder neu entdeckt. Humanisten suchten nach Reichsgeschichte, Romantiker sahen Burgruinen als Bilder verlorener Größe, das 19. Jahrhundert nutzte mittelalterliche Kaiser für nationale Erzählungen. Im 20. Jahrhundert kamen wissenschaftliche Großausstellungen, regionale Identität, Tourismus und europäische Deutungen hinzu.
Die Stauferstelen gehören in diese lange Wirkungsgeschichte. Ihre Form verbindet Monumentalität mit moderner Abstraktion. Die wiederholte Aufstellung erzeugt eine imaginäre Route durch Europa. Besonders die deutsche und italienische Inschrift am Hohenstaufen betont, dass staufische Geschichte nicht an heutigen Staatsgrenzen endet.
Gleichzeitig bleibt der Begriff „Europa“ erklärungsbedürftig. Das mittelalterliche Reich war kein Vorläufer der heutigen Europäischen Union, und staufische Kriege waren keine moderne Einigungspolitik. Eine europäische Erinnerung kann Verflechtungen, Mehrsprachigkeit und grenzüberschreitende Räume sichtbar machen, darf aber mittelalterliche Herrschaft nicht harmonisieren oder modernisieren.
Der Leitsatz endet mit „Mythos“. Darin liegt eine Stärke der Hohenstaufen-Stele: Sie macht sichtbar, dass Geschichte nicht nur aus vergangenen Ereignissen besteht, sondern auch aus späteren Bildern. Besucher können deshalb fragen, welche Vorstellung von Barbarossa, Konradin oder dem „staufischen Zeitalter“ sie selbst mitbringen.
Stein ist dauerhaft, aber nicht unverwundbar
Naturstein altert. Wasser dringt in Poren ein, Frost kann Oberflächen belasten, Luftschadstoffe und biologische Besiedlung verändern Farbe und Struktur. Vergoldungen verwittern, Schmutz setzt sich in Buchstaben fest, und mechanische Beschädigungen können Kanten oder Schrift treffen. Fachgerechte Pflege muss Material, Standort und frühere Maßnahmen berücksichtigen.
Auch das Umfeld gehört zur Denkmalwirkung. Eine Stele kann durch wachsende Vegetation verdeckt, durch ungeeignete Möblierung bedrängt oder durch neue Wegeführung aus ihrem historischen Bezug gelöst werden. Auf dem Hohenstaufen muss die Pflege zugleich Rücksicht auf Ruinenmauern, Bodendenkmal, Natur und Besuchersicherheit nehmen.
Vandalismus ist an einzelnen Standorten dokumentiert. Reinigung oder Entfernung von Farbe darf nicht mit aggressiven Mitteln erfolgen, die den Stein dauerhaft schädigen. Zuständige Eigentümer und Fachstellen müssen Schäden dokumentieren und geeignete Restauratoren einbeziehen.
Besucher helfen durch respektvolles Verhalten: nicht auf die Stele klettern, keine Gegenstände anlehnen oder befestigen, keine Kreide oder Farbe verwenden und Absperrungen beachten. Fotografieren und genaues Lesen sind die schonendsten Formen der Annäherung.
Zehn häufige Irrtümer über die Stauferstelen
Irrtum 1: Die Stele stammt aus der Stauferzeit.
Richtig ist: Sie wurde 2002 eingeweiht und ist ein modernes Denkmal.
Irrtum 2: Sie ist ein Rest des Burgturms.
Richtig ist: Die Ruinenmauern und die Stele sind baulich und zeitlich getrennt.
Irrtum 3: Alle Stauferburgen waren achteckig.
Richtig ist: Das Oktogon ist ein modernes Symbol mit Bezug unter anderem zum Castel del Monte.
Irrtum 4: Die Stele ist genau 2,75 Meter oder genau 3 Meter hoch – eine Angabe muss falsch sein.
Richtig ist: 2,75 Meter kann sich auf den achteckigen Körper oberhalb der Basis beziehen; ungefähr drei Meter auf die Gesamthöhe einschließlich Basis.
Irrtum 5: Alle Stelen bestehen aus demselben Stein.
Richtig ist: Die meisten bestehen aus Jura-Travertin; Hohenstaufen aus Trani-Marmor, Hagenau und Trifels aus rotem Sandstein.
Irrtum 6: Die 39 Standorte zeigen die wichtigsten Stauferorte vollständig.
Richtig ist: Die Verteilung ist stark südwestdeutsch geprägt und lässt viele bedeutende Wirkungsorte aus.
Irrtum 7: Eine Inschrift in Stein ist automatisch wissenschaftlich gesichert.
Richtig ist: Mehrere Inschriften wurden wegen Fehlern oder irreführender Verkürzungen kritisiert.
Irrtum 8: Die Staufer regierten Europa vom Hohenstaufen aus.
Richtig ist: Mittelalterliche Herrschaft war reisend und auf viele Orte und Netzwerke verteilt.
Irrtum 9: Die Stele erzählt den vollständigen Stammbaum.
Richtig ist: Sie zeigt eine Auswahl von Personen und Beziehungen.
Irrtum 10: Geplante oder gefertigte Stelen zählen automatisch als Standorte.
Richtig ist: Gezählt werden sollten öffentlich aufgestellte und eingeweihte Denkmäler.
Große Zeittafel: mittelalterlicher Ort und modernes Denkmalnetz
Traditionelle Datierung der staufischen Burggründung auf dem Hohenstaufen.
Große Stauferausstellung und Beginn der Straße der Staufer.
Einweihung der ersten Stauferstele in Castel Fiorentino.
Einweihung der zweiten Stele auf dem Hohenstaufen am 1. Juni.
Hagenau erhält die dritte Stele.
Lorch, Trifels und Adelberg erweitern das Netzwerk.
Stelen in Klosterneuburg, Bari, Bad Wimpfen und Weinsberg.
Stärkste Ausbauphase mit sieben neuen Standorten, darunter Schwäbisch Gmünd und Göppingen.
Cheb erweitert das Netzwerk nach Tschechien.
Wäscherburg und mehrere weitere süddeutsche Orte erhalten Stelen.
Bamberg und Königstein gehören zu den neuen Standorten.
Einweihung in Esslingen.
Güglingen und Ettlingen folgen.
Nijmegen, Speyer, Syrakus und Reutlingen schließen die Hauptphase ab.
Selm / Cappenberg wird als 39. tatsächlich aufgestellte Stele eingeweiht.
Die Stelen sind selbst zu historischen Zeugnissen der Erinnerungskultur des frühen 21. Jahrhunderts geworden.
Ein sachlicher Rundgang um Stele und Burgruine
1. Zuerst die Landschaft wahrnehmen
Beginnen Sie mit der Lage des Gipfels. Blickrichtungen, Hänge und Fernsicht erklären, weshalb der Berg als Burgplatz und später als Erinnerungsort wirksam wurde.
2. Ruinenmauern und Stele trennen
Suchen Sie die freigelegten Mauerzüge und betrachten Sie anschließend die Stele. Schon Material, Oberflächen und Erhaltungszustand zeigen den großen Zeitabstand.
3. Die Stele vollständig umrunden
Lesen Sie nicht nur eine Seite. Wappen, Personennamen und Leitsatz verteilen sich auf mehrere Flächen. Achten Sie auf die unbeschrifteten Zwischenflächen und das vergoldete Band.
4. Auswahl und Auslassungen erkennen
Fragen Sie, welche Personen genannt werden, welche Herrschaftsräume erscheinen und welche Themen fehlen. So wird aus dem Denkmal eine Übung in historischer Auswahl.
5. Aussicht und Netzwerk verbinden
In Richtung Norden liegt die Wäscherburg; im weiteren Stauferland befinden sich Lorch, Adelberg, Schwäbisch Gmünd und weitere Stelen. Die Aussicht macht regionale Nähe sichtbar, ersetzt aber keine Karte der europäischen Wirkungsräume.
6. Im Dokumentationsraum vertiefen
Die Ausstellung im Ort bietet umfangreichere Informationen. Öffnungszeiten und Führungen sollten aktuell geprüft werden. Die Stele ist der Einstieg, nicht die gesamte Vermittlung.
Praktische Besuchsplanung und Sicherheit
Die Stauferstele steht auf dem Gipfel und ist nur zu Fuß erreichbar. Der konkrete Aufwand hängt vom Ausgangspunkt, der gewählten Route, dem Wetter und der persönlichen Kondition ab. Feste Schuhe sind sinnvoll. Nach Regen, bei Schnee oder Frost können Wege, Wurzeln, Steine und Grasflächen rutschig sein.
Auf dem offenen Gipfel kann das Wetter rasch wechseln. Wind, Sonne und Gewitter wirken stärker als im Ort. Bei Gewitter sollte der exponierte Gipfelbereich rechtzeitig verlassen werden. Im Winter können Eis und Schnee einen scheinbar kurzen Weg deutlich erschweren.
Die Burgruine ist ein archäologisches Denkmal. Mauern dürfen nicht bestiegen und Absperrungen nicht übertreten werden. Kinder benötigen Aufsicht. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Gipfel wegen Steigung, Untergrund und fehlender durchgehend barrierefreier Wege nur eingeschränkt erreichbar.
Für Stele, Ruine, Aussicht und Rückweg sind meist zwei bis drei Stunden sinnvoll. Wer zusätzlich die Spielburg, den Ort Hohenstaufen, Kirchen und Dokumentationsraum besucht, sollte einen halben Tag einplanen. Veranstaltungs- und Öffnungszeiten können sich ändern und sollten vor der Anreise bei den zuständigen Stellen geprüft werden.
Aktuelle Bedingungen gehen vor: Waldarbeiten, Pflegeeinsätze, Veranstaltungen, Sturmfolgen oder denkmalpflegerische Maßnahmen können Wege und Teilbereiche zeitweise verändern.
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Burgruine Hohenstaufen
Archäologische Mauern, Baugeschichte und Zerstörung der Stammburg.
Eine Stauferstele ist ein modernes, achteckiges Erinnerungsdenkmal aus Stein. Sie steht an einem Ort, der mit der Geschichte der Staufer verbunden wird, und trägt auf vier Seiten Wappen und kurze historische Inschriften. Die Stelen sind keine mittelalterlichen Objekte und keine Grenz- oder Grabsteine.
Wo steht die Stauferstele auf dem Hohenstaufen?
Sie steht auf dem Gipfelplateau des Hohenstaufens in unmittelbarer Nähe der freigelegten Grundmauern der ehemaligen Stammburg. Sie ist nur zu Fuß über die Bergwege erreichbar. Wetter, Untergrund und mögliche Absperrungen sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
Wann wurde die Stauferstele auf dem Hohenstaufen eingeweiht?
Die Einweihung fand am 1. Juni 2002 statt. Anlass waren die Erinnerung an Konradin, der 1252 geboren wurde, und das Jubiläum 25 Jahre Straße der Staufer.
Ist die Stele ein Überrest der mittelalterlichen Burg?
Nein. Die Burg ist mittelalterlich, die Stele wurde erst 2002 geschaffen. Sie steht als modernes Erinnerungszeichen neben einem archäologischen Denkmal und darf nicht mit einer erhaltenen Säule oder einem Bauteil der Burg verwechselt werden.
Warum ist die Stele achteckig?
Das Oktogon verweist auf achteckige Formen der staufischen Repräsentationsarchitektur, besonders auf das Castel del Monte Friedrichs II. Die Form ist eine moderne gestalterische Anspielung und kein Beleg dafür, dass jede staufische Burg achteckig gebaut war.
Wie groß ist die Hohenstaufen-Stele?
Die Hohenstaufen-Stele ist die vergrößerte Sonderausführung des Netzwerks. Einschließlich ihrer quadratischen Basis erreicht sie ungefähr drei Meter; der achteckige Körper über der Basis ist etwa 2,75 Meter hoch. Damit ist sie rund zehn Prozent größer als die üblichen Stelen.
Aus welchem Stein besteht die Hohenstaufen-Stele?
Sie besteht abweichend von der Mehrzahl der Stelen aus hellem Trani-Marmor aus Apulien. Die meisten übrigen Stauferstelen wurden aus rahmweiß gebändertem Jura-Travertin aus Pappenheim gefertigt.
Was bedeutet das goldene Band am oberen Rand?
Das vergoldete Band bildet den oberen Abschluss und soll an die achteckige Reichskrone erinnern. Es ist ein bewusst modernes Symbol für Königtum und Kaisertum, keine Kopie eines Bauteils der Burg Hohenstaufen.
Was steht auf der Hohenstaufen-Stele?
Die Stele nennt ausgewählte Staufer und ihre Ehepartnerinnen, zeigt Wappen und trägt den deutsch-italienischen Leitsatz „Hohenstaufen – ein Berg – eine Burg – eine Dynastie – ein Zeitalter – ein Mythos“. Die kurzen Texte sind eine Auswahl und keine vollständige Geschichte der Dynastie.
Warum ist die Inschrift auch italienisch?
Die staufische Herrschaftsgeschichte war eng mit Italien und dem Königreich Sizilien verbunden. Zugleich entstand die Idee zur Hohenstaufen-Stele nach der ersten Stele am Sterbeort Friedrichs II. in Castel Fiorentino. Die Zweisprachigkeit verbindet Herkunftsort und südliche Herrschaftsräume.
Wer schuf die Stauferstelen?
Der Steinbildhauer Markus Wolf aus Stuttgart-Plieningen fertigte die Stelen. Das Komitee der Stauferfreunde entwickelte und koordinierte viele Standorte und Inschriften; private Stifterinnen, Stifter und Sponsoren finanzierten die Denkmäler.
Wie viele Stauferstelen gibt es?
Nach der gegenwärtigen Dokumentation stehen 39 errichtete Stauferstelen in sechs europäischen Staaten. Die Hauptphase reichte von 2000 bis 2018; 2022 kam Selm beziehungsweise Cappenberg als 39. tatsächlich aufgestellte Stele hinzu.
In welchen Ländern stehen Stauferstelen?
Stauferstelen stehen in Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Tschechien und den Niederlanden. Der Schwerpunkt liegt deutlich in Baden-Württemberg und den angrenzenden süddeutschen Regionen.
Welche war die erste Stauferstele?
Die erste Stele wurde am 13. Dezember 2000 bei Castel Fiorentino in Apulien eingeweiht, wo Kaiser Friedrich II. 1250 starb. Der Wunsch nach einer entsprechenden Stele am Hohenstaufen führte 2002 zum zweiten Denkmal.
Sind alle Inschriften historisch fehlerfrei?
Nein. Eine kritische Dokumentation weist bei zahlreichen Stelen auf ungenaue, missverständliche oder falsche Formulierungen hin. Deshalb sollten die Inschriften als knappe Denkmalaussagen gelesen und mit wissenschaftlicher Literatur, Urkundeneditionen und örtlichen Fachinformationen verglichen werden.
Warum gibt es Kritik an der Standortverteilung?
Ein großer Teil der Stelen konzentriert sich auf Baden-Württemberg und angrenzende Gebiete, während bedeutende staufische Wirkungsorte in Italien, anderen Teilen Deutschlands, Spanien und im östlichen Mittelmeerraum fehlen. Das Netzwerk zeigt daher nicht die tatsächliche politische Geografie der Staufer vollständig.
Kann man die Stelen als historische Quellen benutzen?
Die Stelen sind vor allem Quellen für moderne Erinnerungskultur. Ihre Inschriften können Hinweise auf Personen und Ereignisse geben, ersetzen aber keine mittelalterlichen Urkunden, Chroniken, archäologischen Befunde oder wissenschaftlichen Untersuchungen.
Ist die Stauferstele auf dem Hohenstaufen frei zugänglich?
Das Gipfelplateau und die Stele sind grundsätzlich ohne Eintritt erreichbar. Der Weg führt jedoch bergauf über Außenwege. Wetter, Nässe, Schnee, Waldarbeiten, Veranstaltungen oder denkmalpflegerische Maßnahmen können den Zugang zeitweise erschweren oder einschränken.
Was sollte man am Hohenstaufen zusätzlich ansehen?
Zur Stele gehören die sichtbaren Grundmauern der Burgruine, die Landschaft und Aussicht sowie der Dokumentationsraum für staufische Geschichte im Ort. Sinnvoll sind außerdem die ausführlichen Seiten über Berg, Burgruine, Staufer, Barbarossa und das Stauferland.
Wie viel Zeit sollte man für Stele und Burgruine einplanen?
Für Aufstieg, Stele, Ruinenrundgang, Aussicht und Rückweg sind je nach Ausgangspunkt und Kondition ungefähr zwei bis drei Stunden sinnvoll. Wer den Ort, den Dokumentationsraum oder die Spielburg einbezieht, sollte einen halben Tag einplanen.
Quellen, Dokumentation und Arbeitsgrundlage
Die Seite trennt offizielle Orts- und Denkmalinformationen von der detaillierten Projektdokumentation und deren eigener kritischer Auswertung. Bei Zahlen und Zählungen wird zwischen tatsächlich aufgestellten, geplanten und lediglich vorbereiteten Stelen unterschieden.
Gesellschaft für staufische Geschichte und wissenschaftliche Literatur zur Dynastie, zu Friedrich I., Friedrich II., Konradin und zur mittelalterlichen Reiseherrschaft.
Redaktionsstand: 4. August 2026. Öffnungszeiten, Wege, Sperrungen und organisatorische Angaben können sich ändern. Historische Aussagen werden nach Möglichkeit als gesichert, wahrscheinlich, überliefert oder modern gedeutet kenntlich gemacht.
Übernachten am Fuß des Hohenstaufens
Der traditionsreiche Ochsen in Göppingen-Hohenstaufen wurde erstmals 1785 urkundlich erwähnt. Unser kleines Hotel wird seit Generationen familiengeführt.
Vom Hotel aus lassen sich der Ort, der Aufstieg zum Gipfel, die Stauferstele und die Burgruine unmittelbar erkunden. Für weitere Ziele im Stauferland bietet Hohenstaufen einen ruhigen Ausgangspunkt.
Zimmeranfragen, Reservierungen und Anreiseabsprachen sind ausschließlich telefonisch und nur auf Deutsch möglich.