Das Schloß Wäscherburg, auch Wäscherschloß oder Wäscherschlössle genannt, ist eine Höhenburg im Ortsteil Wäscherhof von Wäschenbeuren (Landkreis Göppingen). Erbaut zwischen 1220 und 1250, liegt sie 436 Meter über dem Beutental mit Blick auf den Hohenstaufen. Die Burg war eine staufische Dienstmannenburg und ist ein bedeutendes Beispiel mittelalterlicher Architektur auf der Schwäbischen Alb.
Geschichte
Stauferzeit
Die Burg war Teil eines Netzwerks von Schutzburgen rund um die Staufer-Stammburg Hohenstaufen. Eine Legende erzählt, Kaiser Barbarossa habe sich hier in eine Wäscherin verliebt und ihr die Burg Büren geschenkt; der Name stammt jedoch vermutlich von Ritter Konrad der Wascher (1271 urkundlich erwähnt).
Mittelalter bis Neuzeit
1465 kam die Burg als Lehen an die Familie von Rechberg. Nach deren Aussterben (1599) fiel sie an Österreich. Später, nach Napoleons Sieg 1805, kam das Rittergut Wäschenbeuren zu Württemberg.
Neuere Geschichte
Seit 1977 ist die Wäscherburg eine feste Sehenswürdigkeit an der „Straße der Staufer“. Nach umfangreichen Renovierungen wurde sie 2011 als „Schloss des Jahres“ ausgezeichnet.
Architektur
Die Burg ist eine trapezförmige Anlage mit einer mächtigen Buckelquader-Mauer aus dem 13. Jahrhundert. Sehenswert sind der dreistöckige Palas, die historische Bohlenstube und das imposante Eingangstor.
Heutige Nutzung
Das Schloss wird von der Staatlichen Schlösserverwaltung betreut. Es bietet Führungen unter dem Motto „Mittelalter zum Anfassen“, Konzerte und Räumlichkeiten für Feiern.
Unser Tipp: Verbinden Sie Ihren Aufenthalt im Hotel Gasthof Goldener Ochsen mit einem Besuch der Wäscherburg – sie ist nur eine kurze Fahrt von Göppingen-Hohenstaufen entfernt.